Aktuelles

Netzwerkkolloquium: Anmeldungen weiterhin möglich!

Das nächste Kolloquium des Netzwerks findet findet am 18. Juni 2021 in Kooperation mit dem AK Recht des Netzwerks Fluchtforschung statt und soll die (interdisziplinäre) Zusammenarbeit der beiden Netzwerke fortführen. Schweren Herzens kommen wir um ein digitales Format nicht herum und hoffen, dass damit zumindest für einige die Teilnahme erleichtert wird.

Ziel des Kolloquiums ist der interdisziplinäre Austausch auf Grundlage konkreter Forschungsprojekte. Folgendes Programm ist geplant:

14–14.50 Uhr: Linda Greuter (Linz), Die Auswirkungen von Gewalt in der Familie auf das Aufenthaltsrecht von Angehörigen. Anforderungen an ein eigenständiges Aufenthaltsrecht im Mehrebenensystem

15–15.50 Uhr: Paula Hoffmeyer (Genf), Immigration through a side door? The impact of trade commitments on national immigration systems in Switzerland and Germany

16–16.50 Uhr: Paul Pettersson (Halle-Wittenberg), Kollektive Gefährdungslagen. Dogmatik gruppenbezogener Gefahren und Vereinheitlichung durch Länderleitentscheidungen

17–18 Uhr Austausch der Netzwerke; Benennung Organisationsteam für das kommende Kolloquium

Die Vortragenden werden etwa zehn Tage vor dem Kolloquium Textgrundlagen an die Teilnehmenden verschicken.

Anmeldungen sind noch möglich bis zum 31. Mai 2021 mittels Mail an Valentin Feneberg (valentin.feneberg[at]rewi.hu-berlin.de) oder Johanna Günther (johanna.guenther[at]uni-hildesheim.de)

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Herbsttagung 2021: save the date!

vom 12. – 14. November 2021 wird die 15. Herbsttagung des Netzwerks stattfinden.

Die Tagung steht dieses Jahr unter dem Titel „Zukunft des Migrationsrechts – jenseits von Eurozentrismus und neuem Nationalismus?„. In einer Zeit, in der viele vermeintliche Gewissheiten in Frage gestellt werden, besteht auch eine Chance, alte Denkweisen aufzubrechen und neue Visionen für eine bessere Zukunft zu entwickeln. Für das Migrationsrecht könnte dies unter anderem bedeuten, sich die kolonialen bzw. eurozentrischen Wurzeln des aktuell geltenden Migrationsrechts stärker bewusst zu machen und neue Konzepte zu erarbeiten, die globale Ungleichheiten beseitigen, anstatt diese zusätzlich zu befördern. Demgegenüber scheint sich allerdings der politische Trend eines erstarkenden Nationalismus auch im Bereich des Migrationsrechts stärker zu manifestieren. Dies spiegelt sich zum Beispiel in dem Wiederaufleben von Kontrollen an den EU-Binnengrenzen wider. Gleichzeitig sind die Reformbemühungen im europäischen Migrationsrecht durch scheinbar unüberwindbare nationale Interessengegensätze seit Jahren blockiert.
Die Herbsttagung des Netzwerk Migrationsrechts setzt sich daher grundlegend mit der Frage nach der Zukunft des Migrationsrechts in Theorie und Praxis auseinander. Dabei steht der Bedeutungsverlust gemeinsamer europäischer Ansätze und die Wirkung zunehmender Renationalierungstendenzen im Fokus der Analyse. Gleichzeitig beleuchtet die Tagung postkoloniale Diskurse aus Wissenschaft und sozialen Bewegungen und fragt nach deren Relevanz für die migrationsrechtliche Praxis.
Da wir bei der diesjährigen Tagung zugleich auch das 15-jährige Jubiläum des Netzwerks feiern, freuen wir uns natürlich besonders auf zahlreiche Anmeldungen – save the date!

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Herbsttagung 2020: Tagungsbericht erschienen

Der Tagungsbericht zur Herbsttagung 2020 ist in der NVwz 2021, S. 303 f., erschienen

Hier kann der Tagungsbericht online nachgelesen werden.
Auch das Programm ist weiterhin online.